Im berufsbezogenen Unterricht haben wir Schüler der BF1 Gesundheit und Pflege uns mit Erkrankungen der Augen und damit verbundenen Folgen beschäftigt. Wir wollten erleben, wie es sich anfühlt als Sehbehinderte oder Blinde unterwegs zu sein. Nur so können wir uns in die Menschen hineinversetzten und erfahren, was es bedeutet, auf sein Augenlicht verzichten zu müssen.
Zunächst haben wir uns mit verschiedenen Augenkrankheiten beschäftigt und Simulationsbrillen benutzt. Bei der Brille eines grauen Stars und stellten wir fest, dass wir zwar im Endstadium das gesamte Sichtfeld zur Verfügung hatten, jedoch alles wie durch eine Milchglasscheibe zu sehen war. Andere Brillen schränkten das Sichtfeld massiv ein oder es konnten nur noch Umrisse erkannt werden. Alltägliche Dinge wie von der Tafel abschreiben, ein Buch lesen oder auf dem Handy scrollen wurden für uns zur Herausforderung.
In einem nächsten Schritt wurden wir komplett „blind“. Wir spielten Spiele für Blinde, lernten die Blindenschrift kennen und erkundeten während eines Spaziergangs die Umgebung unserer Schule. Dabei sammelten wir unterschiedliche Erfahrungen und halfen uns gegenseitig Straßen zu überqueren, Busfahrpläne zu studieren, Unterhaltungen zu führen und nicht an Straßenschilder und Laternen zu laufen.
Es war für uns eine interessante Erfahrung und wir haben festgestellt, dass der Alltag als Sehbehinderte Person mit Einschränkungen verbunden ist und Inklusion noch nicht an jeder Stelle zu finden ist.
Die Schüler der Klasse BF 1 GP 2025
